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Project presentation: lovestory 2039-Sawall.pdf

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\\\\\\\”Romantische Beziehungen im digitalen Zeitalter. Vernünftige Verrücktheiten? Von Liebe, Affären und den Motivationen der Leidenschaft. Werden romantische Liebesbeziehungen im Jahre 2039 nur noch ein Ausdruck einer immer mehr um sich greifenden marktwirtschaftlichen Logik von Rationalisierung und Instrumentalisierung, Verdinglichung, Konsumismus und totaler Administration sein? Sind nicht bereits heute Tendenzen spürbar, die darauf verweisen, dass eine wachsende Anzahl von Individuen westlicher Gesellschaften soziale Beziehungen mit Mitmenschen eher zum Zwecke eigener Vorteilsmaximierung eingeht – ihr Gegenüber also für eigene Zwecke instrumentalisiert – und weniger wegen eines dem/der Andere_n zugeschriebenen selbstzweckartigen Moments? Wird man überhaupt noch von romantischer Liebe sprechen können oder ist diese Form der auf Dauer, Stabilität, gegenseitigem Vertrauen und Geborgenheit setzenden zwischenmenschlichen Beziehung nicht ohnehin ein Auslaufmodell, an dessen Stelle zunehmend Affären und andere unverbindliche Formen der romantischen und/oder erotischen Begegnung treten? Und können eben jene auf Unverbindlichkeit gerichteten Spielformen sozialer Beziehungen als Ausdruck einer von Wahlfreiheit und Überschuss (an potentiellen Partner_innen) geprägten Gesellschaft gelesen werden?

Erörtert wird der Einfluss von Partner_innenbörsen im Internet auf romantische Beziehungen und auf die eigene Person unter besonderer Berücksichtigung der sog. Ökonomisierungsthese.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage der Ökonomisierung sozialer (emotiver) Beziehungen sowie der eigenen Person in und durch digitale(n) soziale(n) Netzwerke(n), d.h. die Fragen danach, inwieweit sich ökonomische Prinzipien von Konkurrenz(-denken), Konsumförmigkeit, Kosten-Nutzen-Kalküle etc. in digitale soziale Netzwerke (hier: Partner_innenbörsen) eingeschrieben haben und welchen Einfluss dies auf zwischenmenschliche (insbes. romantische) Beziehungen und auf das Verhältnis zur eigenen Person hat.

Neben einer sozialpsychologisch, soziologisch und philosophisch fundierten Einführung in die Theorien der Individualisierung, Multioptionsgesellschaft sowie der Ökonomisierung/Wettbewerbsgesellschaft und einer knappen Analyse von digitalen Partner_innenbörsen soll das Projekt stark praxisorientiert sein.\\\\\\\” (vgl. L. Gefrerer/ 2014)

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Aufgrund dieser Forschungen und Erfahrungen in der Projektgruppe beschlossen wir in einer kleineren Gruppe eine Foto-Lovestory zu erstellen, welche im Jahre 2039 spielt. Diese stellt den Konsum der Liebe in der Multioptionalengesellschaft dar. Die junge Frau hat nur Augen und Herz bei Ihrem Haustier bzw. Smartphone, welches scheinbar immer für sie da ist.

One Response to “Lovestory2039”

  1. bkleinselbeck says:

    Great – you have done it ! Good luck

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