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Von Bienen und Blumen im Jahr 2039 – Tag 3 in Hamburg

Hamburg – Der heutige Tag begann am Campus mit einer hitzigen Diskussion. Zu Gast: Expertin Anja Drews, die unter anderem für die Beate Uhse AG tätig war. Wie zu erwarten besuchte sie die Projektgruppe Sexualität und Erotik 2039 und gab neue Diskussionsanregungen.

Wie entwickelt sich Sexualität und der Umgang mit dieser in den nächsten 25 Jahren? Viele würden nun der logischen Konsequenz folgen, dass der allgemein zu erwartende Fortschritt auch eine positive Entwicklung in Bezug auf sexuelle Offenheit mit sich bringt. Die Runde um Prof. Uwe Stoklossa, Silvio Barta und Anja Drews verfolgt allerdings einen ganz anderen Denkansatz. Was wäre, wenn sich die Gesellschaft in die komplett entgegengesetzte Richtung entwickelt und Sexualität und Erotik zum Tabuthema werden? Anja Drews hält diese These für durchaus realistisch. Silvio Barta unterstützt diese Meinung ebenfalls: „Die Spitze der Offenheit gab es in den 70ern, doch seitdem fand diesbezüglich ein Rückschritt statt.“

Dies wirft nun ganz neue Fragen auf. Wird es im Jahr 2039 überhaupt noch direkten persönlichen sexuellen Kontakt geben? Oder wird die gesamte Interaktion nur noch über Videochats oder womöglich Hologramme stattfinden? Anja Drews glaubt nicht daran und erinnert sich, wie oft sie in der Vergangenheit generell die Videochat-Funktion ihres Mobiltelefons genutzt hat – ein einziges Mal. Auch die anwesenden Studierenden hätten in der Vergangenheit erwartet, dass vergleichbare Anwendungen im heutigen Alltag mehr Verwendung finden würden. „Als es diese Funktionen noch nicht gab, hat jeder davon geträumt. Jetzt gibt es sie und genutzt werden sie relativ selten”, so eine Studierende. Von diesem Standpunkt aus betrachtet dürfen wir auf das Ergebnis am Ende der Woche gespannt sein.  Zur Erinnerung: bis Freitag, 14 Uhr, haben alle Teilnehmer Zeit, ihre Beiträge präsentierfähig zu machen.

Heute Abend erwartet der Campus Hamburg einen weiteren Gast – ZEIT-Feuilletonredakteur Kilian Trotier spricht mit Prof. Dr. Thomas Hestermann und Cora Theobalt über den neuen Lokalteil der Zeit, der trotz Printkrise veröffentlicht wurde. In diesem Sinne kann auch diskutiert werden, wie die Zukunft der Printmedien in 25 Jahren aussieht.